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Antragstellung für Überbrückungshilfe III

Seit dem 10. Februar ist die Antragstellung für die Überbrückungshilfe III online verfügbar. Unternehmen, die von der Corona Pandemie und dem aktuellen Teil-Lockdown stark betroffen sind, können für die Zeit bis Ende Juni 2021 staatliche Unterstützung ohne Rückzahlung erhalten. Die monatliche Förderhöchstgrenze wurde noch einmal deutlich heraufgesetzt sowie die Kriterien für die Antragsberechtigung vereinfacht.

1. Wer ist antragsberechtigt?
Unternehmen, die in einem Monat einen Umsatzeinbruch von mindestens 30% im Vergleich zum Referenzmonat im Jahr 2019 zu verzeichnen haben. Zwischen dem Förderzeitraum vom November 2020 bis Juni 2021 kann die Überbrückungshilfe für jeden Monat beantragt werden, in dem ein entsprechender Umsatzeinbruch vorliegt.

2. Wie viel wird erstattet?
Unternehmen können bis zu 1,5 Millionen Euro Überbrückungshilfe pro Monat erhalten (statt der bisher vorgesehenen 200.000 bzw. 500.000 Euro). Die konkrete Höhe der Zuschüsse orientiert sich wie auch bislang am Rückgang des Umsatzes im Vergleich zum entsprechenden Monat des Jahres 2019:

- bei einem Umsatzrückgang von 30 Prozent bis 50 Prozent werden bis zu 40 Prozent der förderfähigen Fixkosten erstattet
- bei einem Umsatzrückgang von 50 Prozent bis 70 Prozent werden bis zu 60 Prozent der förderfähigen Fixkosten erstattet
- bei einem Umsatzrückgang von mehr als 70 Prozent werden bis zu 90 Prozent der förderfähigen Fixkosten erstattet

3. Wird es Abschlagszahlungen geben?
Damit Hilfen schnell bei den Betroffenen ankommen, geht der Bund in Vorleistung für die Länder, die weiterhin für die regulären Auszahlungen zuständig sind. Abschlagszahlungen können bis zu 50% der beantragten Förderhöhe betragen, maximal 100.000 Euro pro Fördermonat.

4. Müssen Verluste nachgewiesen werden?
Wenn Antragsteller die Bundesregelung Fixkostenhilfe als beihilferechtliche Grundlage wählen, sind aufgrund des europäischen Beihilferechts entsprechende ungedeckte Fixkosten nachzuweisen. Wählt der Antragsteller alternativ die Kleinbeihilfen-Regelung sowie die De-minimis-Verordnung, so werden die Zuschüsse ohne Nachweis von Verlusten gewährt.

5. Was wird erstattet?
Nach einem festen Musterkatalog zu fixen Kosten, werden neben Pachten und Versicherungen auch bauliche Maßnahmen zur Umsetzung von Hygienekonzepten und Investitionen in die Digitalisierung erstattet. Eine zusätzliche Unterstützung erhalten von der Krise besonders stark betroffene Branchen.

6. Welche Unterstützung bekommen Soloselbständige?
Mit einer Beantragung der „Neustarthilfe“ werden Soloselbständige, deren wirtschaftliche Tätigkeit Corona-bedingt eingeschränkt ist, durch einen einmaligen Zuschuss von maximal 7.500 Euro unterstützt. Auch Beschäftigte in den Darstellenden Künsten sowie unständig Beschäftigte mit befristeten Beschäftigungsverhältnissen können hierbei berücksichtigt werden.

Die Antragstellung für die Überbrückungshilfe III erfolgt über die bundesweit einheitliche Plattform: www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de