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Studiogast bei der Deutschen Welle zu den jüngsten Äußerungen des US-Botschafters

FullSizeRender 007Gestern Abend wurde Andreas Nick als Studiogast bei „The Day“ mit Brent Goff im englischen TV-Kanal der Deutschen Welle zu den aktuellen Äußerungen des neuen US-Botschafters befragt.

Eingangs verwies Nick darauf, dass er alle US-Botschafter in Deutschland der letzten drei Jahrzehnte - von Rick Burt, Bob Kimmitt und Dick Holbrooke bis zu John Kornblum, Phil Murphy und John Emerson - persönlich kennenlernen durfte, die sich allesamt in unserem Land großen Respekt erworben haben und freundschaftliche Beziehungen aufbauen konnten, und zwar unabhängig davon, ob sie Republikaner, Demokraten oder Karriere-Diplomaten waren.

Angesichts seiner aktuellen Äußerungen in einem Interview mit der rechtslastigen Internet-Plattform „Breitbart“, „anti-establishment Konservative in Europe ermächtigen zu wollen“, müsse jedoch der neue US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, seine Rolle in Deutschland schleunigst überdenken – sonst dürfte er sich als ein nicht besonders arbeitsfähiger und wenig effektiver Botschafter erweisen.

Formulierungen wie „Erwachen“ und „Ermächtigung“ von „anti-establishment“-Kräften seien höchst unangemessen und weckten in ihrer deutschen Übersetzung unangenehme Erinnerungen an die 1920/30er Jahre. Grenell wäre gut beraten, sich über die deutsche Geschichte und die daraus folgenden Sensibilitäten kundig zu machen.

Sollte er sich nicht im traditionellen Sinne als US-Botschafter in Deutschland, sondern als PR-Mann für die Alternative-Right-Bewegung in Europa verstehen, hätten wir ein klares Problem miteinander.

Das Gespräch können Sie hier nachverfolgen: http://www.dw.com/en/us-ambassador-richard-grenell-should-reconsider-role-after-europe-comments-german-lawmaker/a-44089702

Quelle des Videos: (C) Deutsche Welle