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Ich bin im Westerwald verwurzelt

Andreas Nick sieht sich im Bundestagswahlkampf mit – zum Teil anonymen – Anfeindungen konfrontiert. In einem Interview stand der 46-Jährige der WZ Rede und Antwort.

Womit beginnt eigentlich Ihr Autokennzeichen?
Mit WW selbstverständlich, womit sonst? Aber warum fragen Sie das?


Nun, es gibt Leute, die Ihnen den Vorwurf machen, gar nicht hier zu leben und Ihren Lebensmittelpunkt in Frankfurt zu haben.
Ich bin seit 15 Jahren Mitglied im Westerwälder Kreistag und habe meinen Lebensmittelpunkt und meinen Erstwohnsitz immer im Westerwald gehabt, selbst in Zeiten, in denen ich beruflich im Ausland war. Dass ich in der Zeit, in der ich in Frankfurt tätig war, dort einen Zweitwohnsitz unterhalten habe, ist auch kein Geheimnis.


Also steckt doch jede Menge Westerwälder in Andreas Nick ...
Natürlich. Ich bin in einem Westerwälder Familienbetrieb aufgewachsen, in Heiligenroth getauft und zur Grundschule gegangen, war in Ruppach-Goldhausen im Kindergarten und habe wie mein Vater und mein Großvater am Mons-Tabor-Gymnasium Abitur gemacht. Danach habe ich an der WHU in Vallendar studiert und promoviert, war lange Jahre Kreisvorsitzender der Jungen Union. Viele Westerwälder sind Pendler oder gehen auf Montage. Und ich bewerbe mich ja jetzt auch um eine Position, in der man sehr oft im Jahr in Berlin „auf Montage" geht – als jemand, der im Westerwald verwurzelt und zu Hause ist.


Sie haben jahrelang für verschiedene Banken in Top-Positionen in Frankfurt gearbeitet. Im Vergleich dazu ist das Auskommen eines Bundestagsabgeordneten da eher bescheiden. Ist das für Sie ein Karriereknick oder ein Sinneswandel?
Ich habe 15 Jahre im Bankbereich gearbeitet, bin seit zwei Jahren hauptsächlich im Hochschulbereich tätig. Dass ich nun für den Bundestag kandidiere, hat nichts mit finanziellen Aspekten zu tun. Es geht mir um die Sache – und unabhängige Abgeordnete sind in unserem System sinnvoll und notwendig. Parlamentariern wird oft der Vorwurf gemacht, dass sie sich von ihrem Werdegang her zu ähnlich sind. In meinen Gesprächen gewinne ich jetzt den Eindruck, dass viele es begrüßen würden, wenn die Wirtschaftskompetenz im Bundestag gestärkt würde.


Gehen Sie denn davon aus, dass Sie als Abgeordneter den Gürtel enger schnallen müssten?Das Einkommen eines Bundestagsabgeordneten ist mehr als auskömmlich. Und mein privater Lebensstil nicht darauf angewiesen, exorbitante Einkünfte zu erzielen.


Es gab im vergangenen Jahr einen Artikel in der Financial Times Deutschland, in dem von „Heuschrecken-Deals" die Rede ist, an denen Sie beteiligt gewesen sein sollen. Haben Sie sich da ethisch etwas vorzuwerfen?
Ich habe lange im Beratungsgeschäft gearbeitet. Oft ging es darum, dass sich Eigentumsverhältnisse von Unternehmen geändert haben. Zu meinen Kunden gehörten Großunternehmen, Mittelständler aber auch Institutionen der öffentlichen Hand. In diesem Bereich sind „Private Equity Fonds" relevante Marktteilnehmer. Mit denen habe ich als Verhandlungspartner und auch als Auftraggeber zu tun gehabt. Ich kann daran nichts Ehrenrühriges finden. Was mir da zum Teil anonym unterstellt wird, zeugt von wenig Sachkenntnis. Und den Begriff „Heuschrecke" finde ich in diesem Zusammenhang weder sachgerecht noch ein Beitrag zur politischen Kultur. Das ist ein Sprachgebrauch, den wir aus unseligen Zeiten der deutschen Geschichte kennen.


Hängt Ihnen der Artikel noch nach?
Der Artikel ist sehr reißerisch verfasst. Reduziert man ihn auf die Fakten, die dort angesprochen sind, kann man das Punkt für Punkt sinnvoll besprechen – dass ich den dort gewählten Stil nicht immer als sachgerecht empfinde, will ich gar nicht bestreiten.


Sie sprachen selbst von anonymen Vorwürfen. Ist da eine Kampagne gegen Sie im Gange – und wen vermuten Sie als Drahtzieher?
Wer anonyme Briefe verschickt, lässt sich kaum nachvollziehen. Es gibt aber auch Mails an mich mit Mobbing-Charakter, die man einzelnen Funktionsträgern anderer Parteien zuordnen kann.


In einem Brief soll anonym der Vorwurf erhoben worden sein, Andreas Nick sei in Frankfurt entlassen worden und habe deshalb einen neuen Job bei der CDU gesucht. Wie stehen Sie dazu?
Ich habe das Bankhaus Sal. Oppenheim Anfang 2011 verlassen und bin anschließend in einem ordentlichen Verfahren als Professor an die Frankfurt School berufen worden. Als das Bankhaus seine Unabhängigkeit verlor, gab es für mich dort keine attraktive Aufgabe mehr und so haben wir uns im beiderseitigen Einvernehmen getrennt. Im übrigen bin ich seit meiner Schülerzeit politisch engagiert und habe schon während meiner Banktätigkeit für das Europäische Parlament kandidiert.


Sie werben auf den Wahlplakaten mit Dr. Andreas Nick. Worüber haben Sie Ihre Doktorarbeit geschrieben?
Ich habe an der WHU als Hochschulassistent über die „Börseneinführung von Tochtergesellschaften als Instrument der Konzernfinanzierung und Konzerngestaltung" geschrieben, also im Themenbereich Unternehmensfinanzierung und Kapitalmarkt.


Wie wollen Sie der Region eine starke Stimme in Berlin geben, wenn Sie am 22. September gewählt werden?
Wie mein Vorgänger Joachim Hörster bin auch ich der Überzeugung, dass man in der ganzen Breite der Themen für den Wahlkreis da sein muss. Ich werde weiter kommunalpolitisch verankert sein und mich, wenn die Partei es will, auch im nächsten Jahr wieder für den Kreistag bewerben.


Sie haben selbst den Namen Joachim Hörster angesprochen: Wie groß sind seine Fußstapfen, in die sie treten wollen?
Joachim Hörster ist ein Veteran in der Politik, der hervorragende Arbeit für den Wahlkreis geleistet hat. Wir kennen uns seit fast 30 Jahren. Ich erfahre von ihm jegliche Unterstützung, die man sich als Nachfolgekandidat nur wünschen kann. Er ist ein politischer Profi und ein verlässlicher Freund.


Das Interview führten Markus Müller, Andreas Jöckel und Markus Kratzer

Bewerbungsschreiben für Erstwähler - Für Sie in den Bundestag

Die Rhein-Zeitung hatte die Kandidaten im Wahlkreis 205 Montabaur gebeten, auf die folgende Stellenanzeige mit einem Bewerbungsschreiben zu antworten:"Politisch wenig interessierter Erstwähler (18)  sucht einen Abgeordneten (m/w), der ihn im Deutschen Bundestag in der kommenden Legislaturperiode vertritt. Es handelt sich um eine bis 2017 befristete Tätigkeit, die im Erfolgsfall verlängert werden kann. Ihre aussagekräftige Bewerbung richten Sie bitte schriftlich an …"

Hier mein Bewerbungsschreiben (erschienen in der Westerwälder Zeitung vom 30.8.2013): "Hiermit bewerbe ich mich um das Bundestagsmandat im Wahlkreis 205 Montabaur. Die CDU im Westerwald und Rhein-Lahn-Kreis hat mich zu ihrem Kandidaten für den Bundestag gewählt. Für mich persönlich ist es eine besondere Verantwortung, mich in der Nachfolge von Joachim Hörster im Wahlkreis zu bewerben.

 

CDU-Sozialpolitiker Karl-Josef Laumann zu Besuch in Ransbach-Baumbach

Auf Einladung des CDU-Bundestagskandidaten Dr. Andreas Nick ist der Bundesvorsitzende der Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft Karl-Josef Laumann am Freitag, 06. September 2013, 12.00 Uhr im Hotel Eisbach in Ransbach-Baumbach, zu Gast.

Vorher wird er die Firma Saint-Gobain Oberland AG in Wirges besichtigen und ein Gespräch mit dem dortigen Betriebsrat führen. Von 2005 bis 2010 war Karl-Josef Laumann  Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen.

Seit 2010 ist er Vorsitzender der CDU-Fraktion im Landtag von Nordrhein-Westfalen.Der 56-jährige Familienvater besitzt große Authentizität, weil er eine volksnahe Sprache jederzeit hochgestochenen Referaten vorzieht. Er ist bekennender Westfale, stammt von einem Bauernhof und ist gelernter Schlosser.

Karl-Josef Laumann, Chef des CDU-Sozialflügels, bekam auf dem Parteitag in Leipzig für seinen Einsatz für eine allgemein verbindliche Lohnuntergrenze stehende Ovationen. "Ich will eine Gesetzgebung noch in dieser Legislaturperiode, die Löhne verhindert, für die man sich schämen muss." Für Sätze wie diesen hat er viel Beifall in der CDU geerntet.


Die CDU-Kreisvorsitzende Gabi Wieland freut sich auf eine interessante Veranstaltung und lädt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger herzlich ein. Der Eintritt ist frei. Nähere Informationen sind in der CDU-Kreisgeschäftsstelle unter Telefon 02602/999430 erhältlich.