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Sommertour: Kinobesuch in Nastätten

Kino NastättenKinos sind durch die mit der Corona-Krise verbundenen Beschränkungen besonders betroffen, viele mittelständische Kino-Betreiber im ländlichen Raum In der Folge in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht. Das Kino-Center in Nastätten gehört zu den wichtigen Lichtspielhäusern im Wahlkreis von Andreas Nick, dort hat sich der Bundestagsabgeordnete im Rahmen seiner Sommertour gemeinsam mit Vertretern der CDU im Blauen Ländchen über die aktuellen Herausforderungen informiert.

Andreas Nick war sehr beeindruckt von der Kreativität und dem großen Einsatz, mit dem Kino-Betreiber Ralf Holl und sein gesamtes Team auf die Krise reagiert haben: In kürzester Zeit haben sie ein Autokino in Nastätten organisiert, das in der Region sehr gut angenommen wurde. Die wirtschaftlichen Verluste durch die wochenlang notwendige Schließung der Kinos konnte das Autokino jedoch nicht auffangen - dafür waren die Kosten für Technik und Personal zu hoch. Aber dem Team war es wichtig, den Menschen weiterhin ein Kinoerlebnis zu ermöglichen.

Wie Ralf Holl berichtete, ist auch unter der jetzt wieder möglichen Öffnung des klassischen Kinos durch die Kapazitätsbeschränkungen und Hygienevorgaben ein wirtschaftlich tragfähiger Betrieb kaum möglich: Es dürfen nur wenige Besucher gleichzeitig in einen Kinosaal, ganze Stuhlreihen wurden entfernt. Hinzu kommt, dass die aktuellen Blockbuster wie der neueste James-Bond-Film von den Filmverleihern „auf Eis gelegt sind“, weil man sich bei einem Filmstart zu einem späteren Zeitpunkt ohne Beschränkungen höhere Einspielzahlen verspricht.

Der Kinobetrieb ist jedoch, wie CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender Dr. Klaus Brand bestätigte, für die Infrastruktur der gesamten Region um Nastätten ein sehr wichtiger Faktor, auch als Anziehungspunkt für die Gastronomie in der Blaufärber-Stadt. Gerade im ländlichen Raum sind regionale Kino-Angebote insbesondere für Jugendliche ein wichtiger Teil des Freizeitangebotes. Kritisch diskutiert wurden die abweichenden Detail-Vorgaben der Hygiene-Konzepte in einzelnen Bundesländern, was gerade an der hessischen Landesgrenze zu Verzerrungen im Wettbewerb führe. Auch seien die Fördermittel des Landes nur auf wenige Programm-Kinos in größeren Städten ausgerichtet gewesen.

Vor diesem Hintergrund freut den Abgeordneten daher besonders, dass der Bund nunmehr den Neustart der Kinos in der Corona-Krise mit 40 Millionen Euro unterstützt. Das hat Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) in Berlin erklärt. Mit diesem "Zukunftsprogramm Kino II" werden auch Kinos gefördert, die bislang durch das Raster gefallen sind, wie der Branchenverband HDF Kino erklärt. Die Mittel stammen aus dem Hilfspaket für die Kultur in Höhe von einer Milliarde Euro. Insgesamt sind dort für die Film- und Kinobranche 160 Millionen Euro vorgesehen.