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Sommertour: Besuch in Nassau

NassauIm Zuge der Sommertour stand auch ein Besuch in Nassau auf dem Programm, um die Potenziale für ein Projekt zum Thema  „Der Freiherr vom Stein und die Naturlandschaft - Denkmalort und Biodiversität am Beispiel der Bau- und Gartendenkmale in Nassau an der Lahn“ in Augenschein zu nehmen.

Die Initiatoren, der aus Nassau stammende Kunsthistoriker Prof. Dr. Kilian Heck (Universität Greifswald) und der Naturschutz-Experte Manfred Braun, erläuterten im Gespräch zusammen mit dem I. Beigeordneten der Stadt Nassau,  Ulrich Pebler, ihre Ansätze und Ideen. Mit dabei war auch der Vorsitzende des CDU-Gemeindeverbands Bad Ems-Nassau, Paul Schoor.

Mit dem Projekt sollen mehrere unter Denkmalschutz stehende Orte in Nassau an der Lahn und Umgebung, die mit Freiherr Heinrich Friedrich Karl vom und zum Stein in Verbindung stehen, mit finanziellen Hilfen unterstützt werden. Ziel ist es, das kulturelle Erbe der Bau- und Gartendenkmale in Nassau als eine Einheit zu sehen, zu erforschen und gemeinsam neu zu entwickeln. Weiterhin soll es Ziel sein, diese Orte mit ihren architektonischen, aber auch gartenhistorischen Denkmalen durch Restaurierungs- und Wiederherstellungsmaßnahmen zu erhalten und dabei die Maßnahmen des Naturschutzes, der Biodiversität und die Ziele des Energie- und Klimafonds zu berücksichtigen.

Die im Rahmen des Initiativbündnisses „Historische Gärten im Klimawandel“ entwickelte Bewerbung der Stadt Nassau um entsprechende Fördermittel Andreas Nick in Berlin nach Kräften unterstützen. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat soeben erst ein Förderprogramm „Modellprojekte zur Klimaanpassung und Modernisierung in urbanen Räumen - Konzeption zur Förderung von Parks und Grünanlagen“ beschlossen, das vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) im Rahmen des Energie- und Klimafonds (EKF) initiiert wurde.

Im Rahmen des Rundgangs wurden wir auch von Graf von Kanitz, dem Hausherrn des Stein‘schen Schlosses in Nassau, und seinem engagierten Team zu einem interessanten Austausch freundlich empfangen. Bereits zum zweiten Mal konnte ich den achteckigen Turm des Schlosses besichtigen. Es handelt sich hierbei um das früheste neugotische Bauwerk im Rhein-Lahn-Kreis, das der Freiherr Heinrich Friedrich Karl vom und zum Stein zur Erinnerung an die deutschen Befreiungskriege gegen Napoleon I. an das Schloss Stein 1815/1816 anbauen ließ. Auf meinen persönlichen Vorschlag als Wahlkreis-Abgeordneter wurde die Sanierung 2014 in das Denkmalschutz-Sonderprogramm V des Bundes aufgenommen und aus Bundesmitteln gefördert. Damit konnte ein wichtiges Kulturgut im Rhein-Lahn-Kreis erhalten und für die Nachwelt bewahrt werden.