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Statement zur Kanzlerkandidatur

nick 2017 kleinNach einer intensiven Diskussion hat der Bundesvorstand die Entscheidung getroffen, dass Armin Laschet Kanzlerkandidaten der Union wird.

Es ist kein Geheimnis, dass es in den Kreisverbänden meines Wahlkreises wie in ganz Rheinland-Pfalz eine klare Präferenz für Markus Söder gab. Dieses Meinungsbild im Wahlkreis habe ich in der Bundestagsfraktion wie im Landesverband engagiert vertreten. Insofern ist gegenwärtig eine deutliche Enttäuschung zu spüren, dass die Führungsgremien dies nicht stärker aufgenommen haben.

Die Kritik an der Entscheidung gilt aber insbesondere dem Verfahren. Denn unsere Mitglieder haben zu Recht die Erwartung, bei zentralen Personalentscheidungen auf Bundesebene ausreichend informiert und beteiligt zu werden.

Künftig müssen bei Entscheidungen zum Parteivorsitz und zur Kanzlerkandidatur durch die Bundespartei Informations- und Diskussionsmöglichkeiten angeboten werden.

Aber spätestens mit dem Rückzug von Markus Söder ist die Frage nun endgültig entschieden. Unser Blick muss sich jetzt nach vorne richten. Armin Laschet ist nun in seiner Fähigkeit besonders gefordert, die CDU in ihrer ganzen Breite zusammenzuführen.

Wir stehen vor einer harten Wahlauseinandersetzung, in der alle anderen Parteien ein Ziel eint, nämlich die Union aus der Regierungsverantwortung zu drängen. Diese werden wir nur gemeinsam und in größtmöglicher Geschlossenheit bestehen können.

Wir sind in einer besonderen Ausgangslage: erstmals seit 70 Jahren geht kein amtierender Kanzler in die Bundestagswahl und drei Partien konkurrieren um das Kanzleramt.

Daher brauchen wir eine originär christdemokratische Antwort auf die Frage, wie Frieden und Sicherheit, wirtschaftlicher Wohlstand und gesellschaftlicher Zusammenhalt in Deutschland unter den dramatisch veränderten Bedingungen des 21. Jahrhunderts bewahrt werden können.

Dazu werde ich in den nächsten Wochen vor Ort in den Gemeindeverbänden das persönliche Gespräch mit unseren Mitgliedern suchen.

Ihr
Andreas Nick