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Johannes Rodloff aus Marienrachdorf

Johannes Rodloffklein„Das unentdeckte Land“—so lautet der Titel des sechsten Star Trek Films, welcher eines der vielen Abenteuer der Enterprise in den unendlichen Weiten des Alls erzählt. Genau diese Vorstellung, die Freude auf das Unbekannte, begleitete mich bereits bei meiner Anreise nach Berlin. In meinen Gedanken erwarteten mich die unbekannten politischen Tiefen unserer Republik. Dass ich mich in der Berliner Großstadt überhaupt zu Recht fand, ist wohl nur aufgrund meines studienbedingten, aktuellen Wohnorts Freiburg, der Fall, bedenkt man, dass ich dem im Westerwald gelegenen Ort Marienrachdorf entstamme. Nach meinem Abitur am Landesmusikgymnasium Montabaur entschloss ich mich, Geschichte und Theologie zu studieren. Neben dem Studium bin ich des Weiteren auch bei den Jungen-Europäischen Föderalisten aktiv und konnte so erste eigene Erfahrungen in der Arbeit und dem Umgang mit politischen Themen sammeln. Das Praktikum bei Herrn Dr. Nick, welcher in seinem Abgeordnetenbüro ein freundliches, bemühtes und kompetentes Team beschäftigt, die mich als Praktikanten immer bestmöglich in ihre Arbeitsabläufe einbanden, ist für politisch interessierte Menschen genau die richtige Wahl. Neben den alltäglichen, aber doch nie langweiligen, Büroaufgaben bietet sich die Möglichkeit, die Arbeit der verschiedenen Gremien kennen zu lernen, Kontakte zu knüpfen und eine grundlegende Vorstellung von der Arbeit des Bundestagabgeordneten und der ihrer Mitarbeiter zu erhalten. Für mich war es eine lehrreiche Zeit, in welcher insbesondere der Blick für die politischen Prozesse und Abläufe geschärft wurde. Beispielsweise wurde mir ermöglicht, gemeinsam mit einem Mitarbeiter von Herrn Nick, ein außenpolitisches Seminar des „Zentrums für liberale Moderne“ zum Thema: „The Putin System and the Kremlin’s Influence in Europe“ zu besuchen. Das Seminar bot einen vertiefenden Einblick in den Einfluss Russlands auf westliche Demokratien. Ebenfalls wurde der Umgang mit Russland in der Zukunft diskutiert. Auch nicht außer Acht gelassen, wurde ebenfalls die Analyse der Situation aus der Sicht Russlands. Diese vielseitige Diskussion spiegelte sich auch in den verschiedenen Experten wieder, welche aus verschiedensten Teilen Europas angereist waren um ihre Expertise in die Debatten einzubringen. Eine ebenfalls beeindruckende Erfahrung stellten z.B. die Besuche der Plenarsitzungen dar, in welchen unter anderem über etwaige Mandatsverlängerungen der Bundeswehreinsätze im Irak sowie die Beteiligung an der Anti IS-Koalition diskutiert wurde. Neben diversen außenpolitischen Themen kamen allerdings auch die innerpolitischen Themen nicht zu kurz. Beispielsweise besuchte ich den Digitalen Ausschuss zum Thema des Hacker-Angriffs auf das Netz des Bundestages. Ebenfalls wurde mir die Teilnahme an einer Diskussionsveranstaltung mit dem Thema „The future of war? War without Borders in the Cyber Realm“, organisiert von der Hans-Seidel Stiftung, möglich gemacht Auch das allseits beliebte Thema des Solidaritätszuschlages fand Platz auf der Tagesordnung. Den Höhepunkt des Praktikums stellte definitiv die Woche der Regierungsbildung dar. Für die Praktikanten war eine direkte Teilnahme an Veranstaltungen, wie beispielsweise der Unterzeichnung des Koalitionsvertrags, im Paul-Löbe Haus, möglich. Auch die Anwesenheit nahezu sämtlicher bekannter Politiker sorgte für eine unvergessliche Atmosphäre. Den Abschluss des Praktikums bildete eine Rede von Herrn Dr. Nick, welche sich mit dem Konflikt im Südsudan befasste. Für all diesen vielen neuen Eindrücke und bleibenden Erfahrungen möchte ich Herrn Dr. Nick sowie seinem Team aus Berlin herzlich danken! Nach diesem kleinen Ausflug geht es nun für mich, gemäß dem vierten Star Trek Film, wieder „Zurück in die Gegenwart“.